Etappe 2: Eger (HUN) → Târgu Mureș (ROU)

Tag 2 unseres Abenteuers. Heute ging es weiter Richtung Osten nach Rumänien.

Wir sind wieder zeitig losgefahren und haben auch relativ bald den Grenzübergang nach Rumänien erreicht. Hier gab es keine nennenswerten Unterbrechungen. Lediglich ein etwas komischer Gesichtsausdruck der Zöllnerin, welche unser Auto (und wahrscheinlich auch das manch Potholer vor uns) nicht wirklich zuordnen konnte, begleitete uns über den Grenzbalken.

Je weiter wir in den Osten vordringen, desto ärmer scheinen die Menschen zu sein: Desolate Häuser, desolate Straßen und streunende Hunde und dazwischen auch immer wieder Straßenstücke und Brückenpfeiler die halb fertig in der Landschaft stehen und irgendwann in ferner Zukunft auch einmal befahrbar sein werden.

Je weiter wir aber auch in den Osten vordringen, desto herzlicher und gastfreundlicher werden die Menschen. Bestes Beispiel war unser heutiger erster Zwischenstopp:
Wir haben zusätzlich zu unserem mitgebrachten Hundefutter von einem Potholer zwei Kartons Tiernahrung und Arzneimittel mit auf diese Reise bekommen und dazu Koordinaten einer Hundeauffangstation in Rumänien. Leider haben sich diese Koordinaten aber als zu ungenau herausgestellt. Wir sind in einem kleinen Dorf ohne befestigte Straßen gelandet in dem kein Mensch Englisch verstand. Mit Händen und Füßen haben wir dennoch unser Ziel erklären können und zwei junge Männer haben sich sofort in ihr Auto gesetzt und uns den Weg gewiesen. Zuvor mussten sie deren Auto aber anschieben damit es überhaupt ansprang. Ich denke unser Audi war sogar ein paar Jahre jünger. Die Fahrt ging dann über groben Schotter zum entlegenen Standort. Schade dass die Koordinaten nicht gestimmt haben, denn einige Potholer haben leider entnervt aufgegeben.

Der Ausflug hat sich aber ausgezahlt. Der nette Herr von der Auffangstation hat sich wirklich gefreut (auch wenn der mürrische Ausdruck auf dem Foto unten nicht so aussieht). Mit Müh und Not konnte ich Birgit davon abhalten, dass sie gleich einen der Hunde mitnimmt 🙂

Danach ging es wieder weiter Richtung Târgu Mures über eine eintönige lange Landesstraße. Ein Dorf stach aus den sonst eher ärmlich anmutenden Dörfer jedoch hervor: Huedin! Ein von Roma stark besiedeltes Dorf, das zur Besonderheit hat, dass die Dächer der Roma-Häuser bunt geschmückt und reichlich verziert sind. Der örtliche Dachdecker ist bestimmt gut ausgelastet 🙂

Auf der Weiterfahrt kamen wir dann – wie auch schon gestern – in einen starken Regen. Scheinbar zieht das schlechte Wetter mit uns in die selbe Richtung. Zum Drüberstreuen gab es dann noch einen über einstündigen Stau ohne jede Möglichkeit zum Ausweichen.

Geschafft haben wir wieder knapp über 500 km . Heute – aufgrund der Zeitverschiebung von einer Stunde – mit einer Gesamtzeit von 10 Stunden.

Die heutige Challenge haben wir auch wieder mit bravur bestanden. Es galt quasi einen einheimische Hochzeit zu crashen. Zumindest musst einer von uns beiden eine Braut oder einen Bräutigam auftreiben und ein Foto mit 10, 30 oder 50 Gästen machen, auf dem auch das Rallyeauto zu sehen ist. Mit viel Glück haben wir kurz vor Târgu Mures eine Hochzeitslocation ausgemacht, bei der eine rumänische Hochzeit mit über 300 Gästen feierte. Der Bräutigam war so nett und hat bei dem Spaß gleich mitgemacht.

Hochzeit mit über 300 Gäste gecrasht 🙂

Abschließend noch ein paar Eindrücke unseres heutigen Etappenzieles Târgu Mures:

Übrigens! Nicht nur die Straßen, sondern auch die Gehsteige haben hier Potholes (Schlaglöcher):

Da die nächste Etappe eine Zwei-Tages-Etappe sein wird, werden wir uns erst übermorgen wieder mit unserem Blog melden.

Bis bald …

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