Etappe 7: Prizren (XKK) via MNE → Mostar (BIH)

Der heutige Checkpoint fand um die übliche Zeit um 7.45 Uhr statt. Zugleich auch das erste mal dass ich mich auf den Pulverkaffee freute, denn der Hotelkaffee war ein gezuckerter Milchkaffe. „Coffee without milk an sugar“ ist hier unbekannt. 

Interessant war die Location für den Checkpoint. Wir durften die nach wie vor streng bewachte ehemalige KFOR Basis verwenden. 

Danach standen uns zwei Routenvorschläge zur Verfügung: Entweder durch Kosovo nach Norden und dann querfeldein durch Montenegro, oder wieder zurück durch Albanien und dann erst durch Montenegro nach Bosnien. 

Wir haben die zweite Variante gewählt, da sie kürzer ist und wir wieder an die Küste kamen. 

Gestern haben wir erstmals wieder Challenge-Aufgaben erfüllt. Nachdem unser Hochzeitscrashfoto aus Rumänien nicht mit den erwarteten Punkten bewertet wurde, war kurz die Motivation dahin. Aber irgendwie springen einem die Lösungen zu gestellten Aufgaben auf der langen Reise fast an. 

Bei der Aufgabe, dass ein Pferd unser Auto zieht haben wir uns aber bewusst rausgenommen, da wir kein Tier quälen wollten. Dafür hat uns aber das schwäbische Team „Spätzlefresser“ geholfen, den Audi abzuschleppen. Und unser eigenes Pothole haben wir uns inzwischen auch geschaffen …

Auch die Aufgabe einen albanischen Bunker zu besetzen war schnell erledigt (siehe Blog von gestern). Zwei Challenges stehen noch an und wir liegen mit unseren Punkten dzt. irgendwo unter den Top 20.

Seit gestern sind wir auch ohne Unterstützung von Google Maps unterwegs, das aus unerklärlichen Gründen streikt. Da unser Garmin oftmals auch nicht ortskundig zu sein scheint, ist unser Balkan Atlas erstmals treuer Begleiter.  Irgendwie schon komisch wenn man sich nur mehr auf die Elektronik verlässt. Was übrigens heut mal kurz so weit führte, dass ich als Navigator im „Atlas“ mit den Fingern zu zoomen versucht habe.

Wir sind also wieder retour nach Albanien bis kurz vor die Küste und dann immer weiter nach Norden, quer durch Montenegro bis zum Zielland Bosnien und Herzegowina. 

In Summe also drei Grenzen an einem Tag. Wozu man sagen muss dass wir bisher bei neun Übertritten im Schnitt je eine halbe Stunde warten mussten und nur eine einzige Pseudokofferraumkontrolle hatten. 

Montenegro war für uns recht unspektakulär. Wir sind quasi nur rein und nach drei Stunden wieder rausgefahren. Gehalten haben wir nur ein Mal um unserer Tochter Emily ein Weihnachtskarte zu schicken. Es gab leider keine Ansichtskarte. Bisher haben wir es geschafft ihr somit 6 Ansichtskarten und eine Weihnachtskarte aus 6 verschiedenen Ländern zu schicken. Was angesichts der Tatsache, dass wir selten vor 19 Uhr am Zielort eintreffen schon eine Herausforderung ist.

Bosnien ist landschaftlich zwar ähnlich wie Montenegro und Albanien, allerdings viel grüner. 

Noch ein lustiger Ländervergleich: Was dem Rumänen sein Dacia und dem Albaner sein Mercedes, ist dem Bosnier sein 2er Golf. Die stehen hier wirklich an jeder Ecke. 

Wir haben heute übrigens kurz nach der letzten Grenze unsere ersten 4.000 km voll gemacht. Vielleicht gehen sich inkl. der Heimfahrt von Zadar noch die 5.000 aus. 

Sehenswürdigkeit haben wir heute ausgelassen, da ohnehin Samstag war, und wir Touristenhotspots meiden wollten. Es war quasi der Weg unser heutiges Ziel. Und natürlich der Etappenendpunkt selbst, nämlich die Stadt Mostar. 

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