Bosnien und Herzegowina sind zwar „küstentechnisch“ gegenüber Kroaten schwer im Nachteil (nur der ca. 5 km lange Neum-Korridor nördlich von Dubrovnik hat Meerzugang), dafür ist aber das Landesinnere um so schöner. Nahezu unbewohnte Landstriche, mehr als die Hälfte des Landes ist bewaldet, unberührte Flusslandschaften und – zur Abwechslung auch mal grüne – Wiesen. Was besonders unseren Hund Fae für ihr „Geschäft“ freut.
Eines dieser Naturschauspiele haben wir besucht, nämlich die Kravica Wasserfälle nahe dem Dorf Studenci. Der Fluss Trebižat stürzt hier über einen 120 m breiten Hang rund 30 Meter in die Tiefe und hat eine wunderschöne Au-Landschaft hinterlassen. Leider sind hier tagsüber sehr viele Touristen und von 8 bis 19 Uhr wird verständlicherweise auch Eintritt verlangt, danach aber hat man dieses Refugium für sich nahezu allein. Auf Nachfrage haben wir erfahren, dass außerhalb dieser Zeit die Schranke geöffnet ist und man – das entsprechende Fahrzeug vorausgesetzt- nahezu direkt bei den Wasserfällen stehen kann. Das haben wir dann auch gleich in die Realität umgesetzt und unseren 4×4 an einem wunderschönen Ort positioniert.






Des Nächtens hatte wir lediglich Besuch von zwei Fischern und einem Hund der meinte, einen von Emilys Badeschuhen rund 200 Meter weiter zu tragen. Gut dass der Schuh eine auffällige Farbe hatte.
Zeitig haben wir am nächsten Morgen unsere Nachtunterkunft wieder abgebaut um noch vor den Öffnungszeiten wieder das Gelände zu verlassen. Am Besucherplatz gab es vor der Abfahrt zu unserem nächsten Etappenziel noch ein ausgiebiges Frühstück auf der Heckklappe.
Auf der kurzen Fahrt Richtung Montenegrinischer Grenze hatten wir dann noch das Vergnügen, zwei Polizeikontrollen beizuwohnen. Hier wartet dann immer gleich ein ganzes Rudel Uniformierter um die Fahrzeughalter genauesten zu durchleuchten. Die erste Kontrolle scheiterte jedoch an den mangelnden Fremdsprachenkenntnissen beiderseits. Dafür war die Zweite umso genauer: Fahrzeugdokumente, Führerschein, Pannendreieck, 1.-Hilfe-Kasten, Warnwesten und sogar Ersatzlampen wollten die Polizisten sehen. Zum Glück war alles griffbereit verstaut und zu weiteren dringend kontrollierbarem Equipment fehlte auch diesen Herren das entsprechende englische Vokabular.




