41 degrees – Etappe 10 (27.-29.7.) – AL

Nach unserer vorzeitigen Abreise aus Lukova ging es über Saranda und Ksamil (zwei weitere bekannte Badeorte) in einem großen Bogen, wenige Kilometer von der griechischen Grenze entfernt, wieder gen Norden. Auf diesem Weg entdeckten wir einige historische Sehenswürdigkeiten. So zum Beispiel die auf einer Halbinsel gelegene Ruinenstadt Butrint. Die Ausgrabungen zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe. In Butrint hinterließen zahlreiche Kulturen ihre Spuren. Unter anderem die Griechen, die Römer und die Byzantiner.

Um uns den Rückweg über Ksamil zu ersparen fuhren wir weiter in Richtung Süden und nutzten dabei die von zwei sympathischen Jungs betriebene Kabelfähre. Die Fähre führt über den Vivar-Kanal, der den See von Butrint mit dem Meer verbindet. Die beiden brachten es mit ihrer Fähre übrigens schon zu zahlreichen Fernsehinterviews.

Weiter ging es Richtung Gjirokastra, nicht aber ohne vorher noch einen Stopp beim Syri i Kaltër – besser bekannt als ”Blue Eye” – einzulegen. Für uns erst recht bekannt und noch in Erinnerung, da wir hier 2019 unsere Pässe hatten liegen lassen. Es ging aber damals glimpflich aus. Fae und Emily konnten sich bei dieser Quelle, welche aus einem großen Loch im Boden entspringt, endlich etwas abkühlen. Das Blue Eye ist mit 6 m³/s die wasserreichste Quelle des Landes und hat konstant eine Temperatur von 12,75 Grad. Emily war’s scheinbar egal 🙈

Bei mittlerweile 41 Grad erreichten wir schlussendlich nachmittags die Kreisstadt Gjirokastra, welche ebenfalls UNESCO-Welterbe ist.

Die Preise sind hier schlagartig gefallen. So kostete ein Männer Haarschnitt samt Rasur umgerechnet 4 Euro und der Kaffehausbesuch belief sich auf rd. 6 Euro für zwei Kaffe, Kuchen, Wasser und einen Milchshake.

Auch mit unserer Unterkunft hatten wir großes Glück. Wir haben ein 75 m² großes Appartement mit Balkon, Garten, Klimaanlage und Waschmaschine. Der Besitzer brachte uns gestern gleich frische Gurken und Birnen aus seinem Garten. Heute gab es albanische Krapfen mit Honig und Feigenmarmelade zum Frühstück. Wir haben kurzerhand beschlossen, noch einen Tag zu verlängern. Schwierig gestaltet sich nur die Kommunikation. Englisch spricht hier kaum wer. Aber selbst beim Frisör hat die Verständigung schlussendlich doch irgendwie geklappt.

Aufgrund der extremen Temperaturen ging es am zweiten Tag erst am späten Nachmittag in die Altstadt von Gjirokastra. Dank Google Maps und vieler Baustellen schafften wir es leider nicht mehr pünktlich auf die Burg. Dafür hat uns die wunderschöne Altstadt aber gebührend entschädigt.

Leider gibt es aber auch viele Gassen, die völlig dem Verfall preisgegeben werden.

Eine Herausforderung für sich sind die engen, steilen Gassen mit rutschigem Kopfsteinpflaster. So mussten wir mit unserem 5,5-Meter Koloss mitten in der Altstadt wenden. Rd. 20 mal hin und retour fahren waren dafür nötig.

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