Um Emily eine Freude zu bereiten, wollten wir noch ein paar Tage ans Schwarze Meer. Frei stehen ist an Rumäniens Stränden zwar grundsätzlich möglich, aber hier ist die Urlaubssaison nur kurze 2,5 Monate lang und insbesondere im August soll alles verstellt und zugemüllt sein. Dieses Experiment wollten wir nicht eingehen. Vor allem nach der wohl schrecklichsten Nacht dieser Reise auf einem versifften Campingplatz am Rande von Bukarest.
Nach langer Suche im Internet haben wir ein verhältnismäßig günstiges Appartement auf Mamaia, der rd. 350 Meter breiten und 10 Kilometer langen Landzunge nördlich von Konstanza gefunden. Am nördlichen Teil von Mamaia wird erst seit 2019 gebaut. Dementsprechend neu ist auch noch alles. Ein 6-stöckiger Appartementblock reiht sich an den anderen. Jeder Quadratzentimeter wird zugunsten von Wohn- und Geschäftsraum genutzt. Stadtplaner scheint es offenbar keinen zu geben. Denn dass Wohnungen auch Parkplätze benötigen, wird geflissentlich übersehen. Wir quälten uns durch zugestellte Straßen und zugeparkte Einfahrten, um unseren improvisierten Stellplatz zu erreichen.





Das Appartement entschädigte jedoch die strapaziöse Anfahrt. Nagelneu und mit allem erdenklichen Luxus ausgestattet, frönten wir der Dekandenz. Offenbar haben in unserem Wohnblock betuchte Rumänen ihre Sommerresidenz. Mit einem davon kamen wir ins Gespräch, da er uns im Cafe ansprach und relativ gut Deutsch konnte. Octavian, ein vornehmer aber nicht aufdringlicher Rumäne, arbeitet als Führungskraft für einen deutschen Konzern. Er lud uns beiläufig für den nächsten Tag zum Essen ein. Wir revanchierten uns mit Wein und Whiskey worauf am Tag danach eine Einladung zu Kaviar erfolgte. Das konnten wir nun wirklich nicht mehr toppen 🙈


Besonders schön ist hier der Strand. Kilometerlang feinster dunkler Sand und für Emily ein Meer an Muscheln zum Sammeln. Leider jedoch im August bevölkert von Menschenmassen. Wir haben uns aber auch unwissend die Woche mit einem der wichtigsten Feiertage in Rumänien ausgesucht.






Abends wurde es aber ruhiger und wir konnten auch Fae mit an den Strand nehmen.



Nachdem wir nun den östlichsten Punkt unserer Reise erreicht haben, geht es ab jetzt wieder Richtung Westen quer durch Rumänien.

