Irgendwann endet jede Reise und man muss sich Gedanken um den Heimweg machen. Auch bei uns ist dieser Moment gekommen. Wie am besten einmal quer durch Rumänien fahren um möglichst viele Hotspots anzufahren? Danach nochmal das selbe mit Ungarn.
Also rauf auf die Autobahn, wieder retour Richtung Bukarest und dann nach Brașov in die Region Siebenbürgen. Rund um Brasov haben wir einige Programmpunkte ausgemacht, sodass wir hier zwei Nächte eingeplant haben. Die erst Nacht verbrachten wir auf einem kleinen Stellplatz für eine Hand voll Camper. Dort lernten wir einen allein reisenden Papa mit zwei Kindern aus Bayern kennen. Angeregt unterhielten wir uns bis nach Mitternacht. Zwischendurch ist es doch schon auch mal nett wieder ein paar Worte in Deutsch zu wechseln.
Früh am nächsten Morgen ging es dann zum Bärenreservat Zarnesti, Europas größtem Reservat für Braunbären. Das Reservat wird von der Organisation millionsoffriends geführt und erstreckt sich am Rande des Nationalparks Piatra Craiului auf über 69 Hektar. Hier können befreite Bären, die unter unwürdigen Zuständen gehalten wurden und zur Belustigung und als Attraktion herhalten mussten, ein naturnahes (Ab-)Leben in artgerechtem Umfeld führen. Aktuell sind im Reservat 112 Braunbären untergebracht. Finanziert wird die Erhaltung des Reservates ausschließlich durch Spenden und Eintrittsgelder.

Einen dieser Bären – den jungen Bam – konnten wir durch Spenden von Birgits Yoga- Shiatsukunden symbolisch für ein Jahr adoptieren. Mit der Adoptionsspende ist auch sein Futter für einige Zeit gesichert. Bam und sein Bruder Bim wurden von der Organisation 2016 im Alter von nur einem Monat gerettet. Deren Mutter war nicht mehr auffindbar und die Bärenjungen hätten allein in der Wildnis nicht überleben können. Dies ist nur eines der Schicksale, die die dortigen Bären ertragen mussten. Ein besonders tragische Geschichte hat beispielsweise der Bär Max hinter sich. 1997 geboren, wurde er lange Zeit neben einem Rumänischen Schloss als Belustigung und für Fotos mit Touristen angekettet. Damit er auf Kamera-Blitze nicht reagiert, wurde er geblendet und erblindete schlussendlich. Um ihn gefügig zu machen wurden ihm zudem Eckzähne und Krallen abgeschnitten, Pfefferspray in die Nase gesprüht und wurde er täglich mit in Bier gelösten Beruhigungsmitteln betäubt.




Der zweite große Programmpunkt nahe Brasov galt dieses mal wieder Emily. Sie hat sich den Dino Parc in Râșnov ausgesucht. Dieser Dinopark ist mit unserem Styrassicpark in Punkto Vielfalt und Detailtreue nicht zu vergleichen. Im größten Saurierpark Südosteuropas leben nämlich über 100 Dinosaurier in artgerechter Haltung auf über 3,5 Hektar. Nach den doch eher bedrückenden Gefühlen im Bärenreservat, konnten wir hier wieder herumspaßen und geniesen.









Nach einer Nacht in einem Hotel am Stadtrand von Brasov – mittlerweile hat es in der Nacht nämlich nur mehr 10 Grad – geht es heute weiter in das historische Schässburg (Sighișoara). Dafür wird’s aber einen eigenen Blogeintrag geben …


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