Am Ende unserer Reise gab’s noch einmal einen Kraftakt: Hundefutter besorgen und ins schon bekannte rumänische Tierheim in Oradea bringen, Lotti abholen, halb Ungarn queren und noch eine Ladung Hundefutter in ein Tierheim in der Nähe des Plattensee bringen und dann vielleicht noch ein, zwei Tage in Ungarn chillen. Aber der Reihe nach…
Die erste Station auf unserer vorerst letzten Etappe war erneut die Hundeauffangstation „Animal Shields“ in Oradea. Zuvor mussten wir aber unseren Pickup ausräumen um Platz für 75 kg Welpenfutter und weiteren 120 kg normalem Hundefutter zu schaffen. In Oradea werden aktuell 300 Hunde betreut, welche einen Tagesbedarf von 100 kg Futter haben. Unsere Futterspende mit den Spendengeldern von Birgits Yogis und Shiatsukunden ist zwar nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber steter Tropfen höhlt bekanntlich ja den Stein.







Während wir die letzten Tage Rumänien bis zur Schwarzmeerküstes und wieder retour erkundeten, hat die Shelter-Leiterin Ildiko unsere in Rumänien gefundene Lotti bei sich zuhause aufgenommen, war mit ihr beim Tierarzt zum chippen, kastrieren und Tollwut impfen und hat den Hundepass für die Ausreise organisiert. Leider haben wir uns knapp verpasst und so konnten wir von den uns bereits bekannten Shelter-Helfern Steve und Tina unser neues Familienmitglied übernehmen. Lotti machte es sich gleich im Fußraum bei Birgit gemütlich und kuschelte sich die nächsten 600 km liebevoll an Birgits Beine.


Der Grenzübertritt ins bereits zum Schengengebiet zählenden Ungarn klappte problemlos. Überhaupt wurde bei keinem unserer 10 Grenzübertritte auch nur ein einziges Mal nach Papieren für Fae bzw. in Folge auch Lotti gefragt.
Nächste Station sollte das von Anna und Tamàs geführte Tierheim des Vereins „Tierhilfe für Ungarn“ in Karmacs sein. Wobei wir zu diese Zeitpunkt noch nicht wussten, ob wir mit unseren nunmehr zwei Hunden zuvor noch am Plattensee Station machen oder gleich direkt nach Karmacs ins Tierheim sollten. Wir überliesen es dem Zufall und unserem Gefühl. Und unser Gefühl sagte beim Anblick von hunderten „Detlefs“ am Balaton eindeutig „Nein“. Zu sehr hat sich eine Aversion gegen Wohnwagen-Camper mit SAT-Anlage und Mikrowelle in den letzten Wochen entwickelt. Aber ich will hier lieber nicht aus- und abschweifen 😉



Für das Tierheim in Karmacs mussten wir erneut die noch verleibenden Hohlräume in unserem Pickup mit Hundefutter stopfen. Wir schafften es trotz des knapp bemessenen Platzes noch irgendwo im Pickup rd. 30 kg Nassfutter und 75 kg dringend benötigtes Welpenfutter unterzubringen.


Mittlerweile war es trotz wiedergewonnener Stunde nach dem Grenzübertritt 19 Uhr geworden und die Frage stand im Raum ob wir uns jetzt noch eine Stellplatzsuche antun sollten oder Ungarn erst in naher Zukunft einen längeren Besuch abstatten sollten. Verdient hätte es sich dieses schöne und freundliche Land allemal. Zumal wir auch nicht wussten, wie stressresistent unsere Lotti aufs Weiterreisen reagiert und wir nach über fünf Wochen des Reisens auch schon erste Müdigkeitserscheinungen aufzeigten. Zudem war da auch das bekannte Automatik-Problem am Ford. Wir entschieden uns schlussendlich die letzten 200 km und 2.5 Stunden Fahrzeit doch noch durchzubeißen und die Heimfahrt anzutreten. Unsere Reise endet dadurch zwar ein paar Tage früher, aber in Erinnerung wird sie uns bestimmt noch sehr lange bleiben.
In den nächsten Tagen möchten wir noch versuchen, in diesem Blog ein Fazit über unsere Reise und die bereisten Länder zu verfassen und dazu wird’s noch eine Auflistung der Verwendung aller Spendengelder geben.
Bis bald!
Gernot, Birgit, Emily, Fae & Lotti


Hallo ihr Lieben!
Ich habe eure Reiseberichtrichte immer gerne gelesen und bin ganz begeistert, was ihr erreicht, geleistet, gesehen…. habt. Für Emily muss es auch sehr aufregend gewesen sein. Bin auch schon neugierig, ob Lotti bei euch bleibt. Vielleicht lerne ich sie auch kennen. Auf alle Fälle wünsche ich euch ein gutes Ankommen daheim und freue mich schon, euch wieder zu treffen.
LG Martina
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